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Wichtige Infos ( über Kauf, Haltung, Parasiten und Krankheiten )
Überlegung vor dem Kauf!
Wer noch nie ein Tier gehalten hat, weiss vielleicht gar nicht, was auf ihn zukommt. Prüfen Sie also vorher, ob alle Voraussetzungen für eine gute und artgerechte Meerschweinchenpflege vorhanden sind. Meerschweinchen können sechs bis acht Jahre alt werden. So lange müsst Ihr das Tier zuverlässig pflegen. Damit sich das Meerschweinchen wohl fühlt, sollte sein Käfig oder Gehege so gross wie möglich sein. Je grösser, desto besser. Die Unterkunft für zwei Meerschweinchen muss mindestens 0.5 m2 gross sein ( 5000 cm2, z.B 50 cm x 100 cm). Jedes weitere Tier braucht 0. 2 m2, abgesetzte Jungtiere unter 700 gr. je 0.1 m2 Erhöhte Ebenen bis zu max. der halben Bodenfläche dürfen angerechnet werden. Das ist allerdings nicht gerade billig. Der Käfig muss immer sauber, das Futter immer frisch sein. Dafür müssen Sie Zeit und Arbeit aufnehmen. Meerschweinchen brauchen Ansprache und Beschäftigung, damit sie nicht dahin vegitieren. Meerschweinchen dürfen nicht alleine gehalten werden! Da sie in freier Wildbahn nur in Gruppen lebend vorkommen, müssen sie zwingend mindestens zu zweit, am besten jedoch zu dritt oder mehr gehalten werden. Einzeltiere leiden stumm unter Einsamkeit, und wir Menschen können ihnen selbst bei sehr viel Aufmerksamkeit keinen Meerschweinchenkameraden ersetzten.
Geschlechterbestimmung
Die Methode, oberhalb des Genitalbereiches zu drücken und gucken, ob was raus kommt, damit man es als Männchen identifizieren kann, sollte nicht unbedingt durchgeführt werden. Dieser noch so leichter Druck, kann für das Meerschweinchen sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Das Geschlecht der Babys ist unmittelbar nach der Geburt für Erfahrene Leute schon ersichtlich. Noch ein Hinweis ... Zitzen haben bei den Meerschweinchen sowohl die Weibchen als auch die Männchen, diese sind also kein geeigneter Ansatzpunkt für die Bestimmung des Geschlechts beim Meerschweinchen!!! ;o)
Perfekte Männerwirtschaft Richtig gehalten vertragen sich Böcke durchaus sehr Gut. Leider hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, männliche Meerschweinchen hätten ständig Zoff und würden stinken. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwei Böcke nicht vertragen, ist etwas grösser als bei Weibchen, aber auch die ,, Damen ,, können manchmal ganz schön zickig zueinander sein. Es ist ganz wie bei uns Menschen - manche mag man, mit manchen kann man auskommen und andere kann man wirklich nicht leiden. Ältere Böcke zeigen ein ausgeprägtes Revierverhalten und bekämpfen sich, wobei sie auch typischen Eigengeruch durch Markieren entwickeln. Das trifft vor allem für Böcke zu, die bereits Deckerfahrung haben, selbst wenn sie danach kastriert wurden. Ein Junges, noch nicht geschlechtsreifes Böckli kann man auch problemlos zu einem älteren dazusetzen. Zwei die sich mögen, auch unkastrierte Böckli können Freunde sein. Wichtig ist nur, dass sie noch vor der Geschlechtsreife, also mit etwa 6 Wochen, zusammengesetzt werden.
Krankheiten Leider können unsere Lieblinge -wie alle Lebewesen -auch bei bester Pflege einmal krank werden. Mit ein wenig Überwachung und Beobachtung kann man bereits bei ersten Anzeichen eingreifen. Die hier geschilderten Massnahmen sind nur als Erstmassnahmen gedacht! Sie ersetzen in keinem Fall eine gründliche Untersuchung durch einen Tierarzt! Bei der täglichen Fütterung sollte man sich angewöhnen, genau zu beobachten, ob wirklich alle normal fressen. Vielleicht sitzt eines nur vor dem Fressnapf, ohne das es etwas zu sich nimmt! Einmal in der Woche werden alle Meerschweinchen ( entweder vor oder nach dem Füttern ) bitte immer am gleichen Tag in der gleichen ,, Grundsituation ,, und zur etwa gleichen Zeit gewogen. Wochentag, Zeit und Gewicht werden notiert. Geringe Gewichtsschwankungen sind nicht schlimm, eine stetige Gewichtszu-oder-abnahme ist allerdings ein Alarmzeichen. ( Bei ausgewachsenen Meerschweinchen ) Halten die ( Erwachsenen ) Meerschweinchen über einen längeren Zeitraum das gleiche Gewicht ( Schwankungen von + / - 30-50 gr. sind erlaubt ), so kann man davon ausgehen, dass dieses Gewicht ihr ,, individuelles Normalgewicht ,, ist. Gewichtszunahme kann bedeuten, dass die Meerschweinchen zu kalorienreiche Leckereien und zu wenig Bewegung erhalten. Man überprüfe sich hier selbst kritisch und ersetzt einen Teil des Futters durch kalorienärere Sorten ( auch Frischfutter ). Am Heu darf niemals gespart werden! Eine stetige Gewichtsabnahme ist ein Alarmzeichen und bedeutet, dass Sie mit diesem Meerschweinchen zu Tierarzt müssen. Vergessen Sie nicht, die ,, Wiegeliste ,, dem Tierarzt zu zeigen! Diese kann für den Tierarzt eine erhebliche Hilfe sein.
Erkältung Es bedeutet nicht jedes Niesen, dass sich das Meerschweinchen erkältet hat! Manchmal hat es einfach nur einwenig Heustaub oder Streu in die Nase bekommen und befreit sich davon durch niesen. Meerschweinchen reagieren sehr empfindlich auf Zugluft. Auch im Hochsommer muss darauf geachtet werden, dass die Meerschweinchen dieser Gefahr nicht ausgesetzt werden. Ein mehrmaliges oder auffallend häufiges Niesen ist aber ein Signal, dass etwas nicht in Ordnung ist. Hat das Meerschweinchen dazu noch Nasenausfluss und atmet es schwerer als normal oder sogar röchelnd? Dann muss man sofort handeln und das Meerschweinchen schnellstens warm (im Winter mit Wärmeflasche) und zugluftfrei zum Tierarzt bringen. Denn es besteht die Gefahr einer Lungenentzündung!
Meerschweinchen und die Hitze Da die Meerschweinchen vom Ursprung her aus den Anden (höhergelegenen) stammen, kommen sie viel besser mit der Kälte zurecht. (Trockene Kälte) Die Meerschweinchen haben eigentlich keine Schweissdrüsen (ausser ein paar wenige an den Füssen), bekommen sie bei Hitze sehr schnell einen meist tödlichen Hitzschlag. Im Sommer ist daher besonders zu beachten, dass die Meerschweinchen vor Hitze und direkter Sonne geschützt sind. Lange Hitzeperioden sind für die empfindlichen Meerschweinchen wie auch für all die anderen Tiere eine Tortour. Jeder Meerschweinchenhalter muss daher schon früh genug beginnen, die Gehege der Meerschweinchen auf den heissen Sommer vorzubereiten. Es gibt einige Kleinigkeiten, die Sie tun können. Z.B. besorgen Sie einige Gartenplatten aus dem Baumarkt! Marmor bewährt sich sehr gut. Die Meerschweinchen werden die kühlen Oberflächen zu geniessen wissen. Auch Kühlelemente sind je nach Tier geeignet. Bei einigen meiner Meerschweinchen kommen sie zwar nicht so toll an wie mein Favorit die Petflasche. ;o) Ich fülle die Petflasche bis zur Hälfte mit Wasser und lege sie ins Gefrierfach. Sobald ich sie gebrauche, nehme ich sie raus und wickle sie in ein angenehmes Tuch ein oder in die genähten Hüllen ;o). Dann verteile ich sie in den Gehegen und die Meeris geniessen dies in vollen Zügen. Sie legen sich dran und sind ganz entspannt. Für die kurzfristige Abkühlung der Luft eignet sich auch ein nasses Handtuch, das über einen Teil des Käfig/Gehege gelegt wird. Die Verdunstung führt zu einer spürbaren Abkühlung der Luft.
Erste Hilfe bei einem Hitzeschlag!!! Liegt das Meerschweinchen schlaff auf der Seite, hechelt, speichelt, Puls und Herzschlag rasen, so ist rasches handeln angesagt. Als erstes bringen Sie das Meerschweinchen ins Haus oder in den Schatten. Mit kühlem (nicht eiskaltem Wasser) kühlen Sie das Meerschweinchen vorsichtig von den Hinterbeinen aus an ab. Beginnen Sie bei den Hinterbeinen mit einem leichten Wasserguss und erweitern Sie so die Gussfläche langsam Guss für Guss bis hin Richtung Kopf. Beenden Sie den Guss am Hals, der Kopf selber sollte nicht Nass werden. Wird das Meerschweinchen munter, so versuchen Sie ihm Flüssigkeit anzubieten. Notfalls auch mit Pipette oder einer Spritze (ohne Nadel). Achten Sie darauf, dass sich das Meerschweinchen nicht verschluckt. Bringen Sie das Meerschweinchen schnellstens zu Tierarzt. Für den Transport ist es ebenfalls sehr wichtig, das es kühl transportiert wird. Legen Sie ein in Stoff gewickeltes Kühlelement in die Transportbox. Oder wie zuvor beschrieben ein Petfläschchen. Der Tierarzt wird das Meerschweinchen untersuchen und ihm Kreislaufstabilisierende Mittel spritzen. Bitte denken Sie daran: Jeder Hitzschlag/Kreislaufkollaps kann - falsch oder nicht behandelt - zum Tod des Meerschweinchens führen.
Parasiten Die häufigsten Parasiten bei Meerschweinchen sind; Grabmilben, Pelzmilben, Haarlinge, Flöhe, Läuse, Zecken. Haarlinge ernähren sich von Hautschuppen und leben entsprechend auf der Haut, Grabmilben jedoch graben sich in die Haut ein. Flöhe und Läuse können ebenfalls auftreten, sind jedoch nicht besonders häufig und auf Grund ihrer Grösse recht gut zu erkennen. Bei Freilandhaltung können Meerschweinchen auch von Zecken befallen sein. Haarlinge, Pelz - und Grabmilben werden häufig durch Heu oder Stroh eingeschleppt. Auch neu eingekaufte Meerschweinchen können Parasitenträger sein. Durch den Stress der neuen Umgebung können diese Parasiten nun zur explosionsartigen Vermehrung kommen. Sind in einem Meerschweinchenbestand Parasiten aufgetreten, so sollten alle Tiere, die Kontakt zueinander hatten, untersucht werden, um möglichst frühzeitig einen möglichen Befall feststellen zu können! Symptome für möglichen Parasitenbefall - Haarausfall, starke Haarausdünnung, abbrechen der Haare, Hautrötung - Juckreiz ( Kratzen ), der bis zum sich blutig kratzen gehen kann - starke Unruhe, Abmagerung - schorfige Haut, ,, Schuppen ,, Berührungsempfindlichkeit des Meerschweinchens. Berührung und/oder starker Juckreiz können bei starkem Befall epilepsieartige Anfälle auslösen. Treten zwei oder mehrere dieser Symptome auf, ist ein Besuch beim Tierarzt unvermeidlich. Parasiten haben die unangenehme Eigenschaft, nicht nur auf den Meerschweinchen selbst aktiv zu sein. In vielen Fällen halten sie sich auch in der Umgebung ( sprich Stall, Käfig und Auslaufflächen ) auf oder legen dort ihre Eier ab. Deshalb muss neben der direkten Behandlung der Meerschweinchen auch die Umgebung mitbehandelt werden!
Augenverletzung Es ist nicht von Seltenheit das bei Meerschweinchen Verletzungen des Auges auftreten. In den meisten Fällen gerät dem Meerschweinchen beim Heufressen oder wühlen im Heu und Stro ein kleines Hälmchen ins Auge. Manchmal gerät so ein Halm nur auf die Hornhaut-Oberfläche, aber manchmal piekt er sich auch in die Hornhaut und verletzt diese. Anzeichen für Verletzungen/Reizungen des Auges zeigen sich durch: Tränenbildung, stetiges zusammenkneifen eines Auges, getrübte Linse (weisser Schleier auf der Hornhaut), gerötetes Auge. Bei Meerschweinchen mit roten Augen oft schwer festzustellen. Als erste Massnahme sollte man vorsichtig versuchen, den Fremdkörper zu entfernen. Als Hilfe kann man dazu auch eine Spritze (ohne Nadel) einsetzten. Mit der zieht man leicht temperiertes Wasser auf und träufelt es dann langsam ins offene Auge, um damit den Störenfried versuchen aus zu schwemmen. Bei Augenverletzungen darf man auf keinen Fall Kamillentee verwenden! Die Inhaltsstoffe des Kamillentees haben eine austrocknende Wirkung und reizen das Auge zusätzlich, was verherende Folgen haben kann. Ist es einem nicht möglich, den Fremdkörper selbst zu entfernen z.B. wie erwähnt mit dem "Wasserträufeln", so ist ein Tierarztbesuch unerlässlich. Auch bei Augenentzündung (Rötung des Auges) und Trübung (weisser Schleier) MUSS der Tierarzt besucht werden. Leider kommt es auch vor, dass die Meerschweinchen Augenverletzungen (z.B. auch durch Beissereien), die nicht vollständig ausheilen und bis hin zu einer Erblindung des Meerschweinchens führen kann. Meerschweinchen kommen auch mit einem Erblindeten Auge erstaunlich gut zu recht.
Zahnprobleme Als Meerschweinchenhalter denkt man bei einer Gewichtsabnahme immer zuerst, dass bei den Zähnen des Meerschweinchens etwas nicht in Ordnung ist. Meerschweinchenzähne wachsen nämlich permanent! Um dieses zu vermeiden, benötigen Meerschweinchen Zweige oder Holz um die Vorderzähne durch Nagen abzunützen. Die Backenzähne nutzen sich nur durch stetiges Mahlen gegeneinander ab. Dies wird nur durch reichliche Mengen an Heu gewährleistet. Die Vorderzähne kann man selber kontrollieren, bei den Backenzähne ist der Tierarzt geeignet.
Verdauungsprobleme Hier sind Durchfall, Blähungen und Verstopfung zu nennen. Die Ursache für Durchfall können unterschiedlich sein. z.B. Backenzahnprobleme, zu kaltes über zuviel feuchtem Frischfutter, verdorbenes Futter ( Schimmelpilze ! ) bis hin zur Unverträglichkeit eines Futteranteils. Die Verdauung der Meerschweinchen ist so konzipiert, dass das ,, was oben rein kommt, unten wieder rauskommen muss,,. D.h., was einmal in den Verdauungstrakt des Meerschweinchen geraten ist, muss ihn komplett durchqueren. Bedenkt man nun, dass der normale Verdauungsverlauf etwas 4-5 Tage dauert, kann man sich ja vorstellen, wie lange ein Meerschweinchen an Verdauungsproblemen zu leiden hat, bevor der Halter des Meerschweinchens dies überhaupt anhand weicher oder dünnflüssigen ,, Böhnchen,, bemerkt. Meerschweinchen besitzen als Pflanzenfresser ein kompliziertes Verdauungssystem, damit sie imstande sind, die Nahrung so aufzuspalten, dass deren Inhaltsstoffe verwertet werden können. Für die Verdauung sind spezielle Bakterien und einzellige Lebewesen von grosser Bedeutung. Diese Zelluloseverdauung findet im Blinddarm statt, der bei Meerschweinchen im Verhältnis zu anderen Tierarten viel grösser ist. Bekommt ein Meerschweinchen Antibiotika sieht es folgendermassen aus. Antibiotika können nicht unterscheiden zwischen guten und schlechten Bakterien, sondern zerstören auch die Lebenswichtigen Mikrobenfauna. Jede Störung dieser Mikroben führt zu einer fehlerhaften Verdauung. Deshalb wird in Zusammenhang mit Antibiotika auch Bird-bene-bac (BBB) vom Tierarzt mitverschrieben. Anstelle von BBB hat sich auch LC1-Joghurt zur Unterstützung der Verdauung bewährt. Erhält das Meerschweinchen Antibiotika, so wartet man mit der BBB-Gabe oder LC1-Joghurt-Gabe mindestens zwei Stunden nach der der Antibiotika-Gabe, damit das Antibiotikum die positiven Bakterien nicht ebenfalls gleich bekämpft.
Kleine Tipps aus persönlicher Erfahrung: Ananas: Wirksame Innhaltsstoffe: Vitamin C, Fruchtsäure, Mineralstoffe, Vanillin. Wirkt: gegen Darmbeschwerden, regulliert die Verdauung. Alfalfa: Wirksame Innhaltsstoffe: Vitamin A,B, C, D, E, K, Calcium, Aminosäuren. Wirkt: Wasserhaushalt regulierend, entwässernd. Brennessel: Wirksame Innhaltsstoffe: Kieselsäuren, Vitamin C, D, E, Mineralsalze, Gerbstoffe, Chlorophyle, Carotinoide, Beta-Sitosterine, Kalium, Silizium. Wirkt: Immunsystem stärkend, harntreibend, blutreinigend, entschlackend. Echinacea: Wirksame Innhaltsstoffe: Alkamide, Kaffesäurederivate, ätherisches Öl, Betainhydrochlorid, Pyrrolizidinalkaloide. Wirkt: desinfizierend, stärkt das Immunsystem. Hagebutten: Wirksame Innhaltsstoffe: viel Vitamin C, Flavone, Kalzium, Fruchtsäuren, Pflanzenfarbstoffe, Gerbstoffe, Pektin. Wirkt: Immunsystem stärkend. Himbeerblätter: Wirksame Innhaltsstoffe: Flavonoide, Gerbstoffe, organische Säuren. Wirkt: gegen Durchfall. Johannisbrot: Wirksame Innhaltsstoffe: organische Säuren, Stärke, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Proteine, Pektine. Wirkt: gegen Durchfall. Brombeerblätter: Wirksame Innhaltsstoffe: organische Säuren, Flavonoide, Gerbstoffe. Wirkt: gegen Durchfall. Gänseblümchen: Wirksame Innhaltsstoffe: Flavone, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponien, ätherische Öle (wenig). Wirkt: Appetitfördernd, schmerzlindernd, blutreinigend, stoffwechselanregend, gegen gereizte Schleimhäute. Kamille: Wirksame Innhaltsstoffe: Bitterstoffe, Cumarin, Flavonglykoside, Cholin, Schwefel, Kalzium, äthrisches Öl. Wirkt: krampfstillend, entzündungshemmend, beruhigend, unterstützt die Wundheilung (Kamille NICHT am Auge anwenden!) Löwenzahn: Wirksame Innhaltsstoffe: Kalium, Bitterstoffe, Taraxin, Sterole, Phenolkarbonsäure, Kumarin. Wirkt: Stoffwechselanregend, blutreinigend, Blähungslösend, Verdauungsbeschwerden, Harntreibend, appetitanregend, milchfördernd bei säugenden Weibchen. Petersilie: Wirksame Innhaltsstoffe: Apiol, Flavonoide, Allytetramethoxylbenzol Cumarine, ätherisches Öl. Wirkt: appetitanregend, krampflösend (NICHT bei Tieren anwenden, die trächtig sind!) Pferfferminzblätter: Wirksame Innhaltsstoffe: Menthol, Peroxdase, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamin B, ätherische Öle, Flavonoid, Kalium, Calzium, Katalase. Wirkt: gegen Erkältungsbeschwerden. Rosenblätter: Wirksame Innhaltsstoffe: Carotinoide, enthält viel Vitamin C, Gerbstoffe, Pecitin, Saccharose, Flavonoide, Vanillin. Wirkt: blutreinigend, stärkt das Herz. Sonnenblumenblüten: Wirksame Innhaltsstoffe: Anthocyanglykoside, Cholin, Flavonglykoside, Betain, Solanthussäure. Wirkt: gegen Fieber und Erkrankungen der oberen Atemwege. Spitzwegerich: Wirksame Innhaltsstoffe: Aucubin, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe. Wirkt: appetitanregend, gegen Magenbeschwerden, gegen Fieber. (gegen Ende einer Schwangerschaft stärkenunterstützend) Schafgarbe: Wirksame Innhaltsstoffe: Flavonoide, ätherisches Öl, Chamazulen, Salizylsäuren, sesquiterpene, Zineol, Bitterstoffe. Wirkt: gegen Durchfall, Appetitanregend, wirkt entkrampfend (kann eine Wehenfördernde Wirkung haben, daher nicht bei trächtigen Tieren anwenden!) Salbei: Wirksame Innhaltsstoffe: Bitterstoffe, äthrisches Öl, Cirsimaritin, Gerbsäure, Eisen, Karotinoid, Rosmarinsäure, Zink. Wirkt: entzündungshemmend, desinfizierend, gegen Durchfall (nicht bei säugenden Tieren anwenden, da Salbei die Milchproduktion einschränkt!) Sellerie: Wirksame Innhaltsstoffe: ätherisches Öl, Mineralstoffe, Vitamine, Flavonoide. Wirkt: harntreibend, regt den Appetit an, verdauungsfördernd. Weidenblätter: Wirksame Innhaltsstoffe: Gerbstoffe. Wirkt: entzündungshemmend, fiebersenkend, schmerzlindernd. Basilikum: kann gegen Blähungen, Koliken und Verdauungsstörungen eingesetzt werden. Beifuss: ist Verdauungsfördernd Fenchel: setzte ich bei so vielen Bereichen ein. Sei er getrocknet, als Tee oder frisch. Meine Meerschweinchen mögen auch Fencheltee. Sollten Verdauungsstörungen vorhanden sein, reichert man das ganze mit etwas Kümmel dazu an. Kümmel: Verdauungsfördernd und Magenfreundlich.
WICHTIG!!! Die Fütterung von Heilkräutern ersetzt keinesfalls den Gang zum Tierarzt! Es gilt als Unterstützung und als Erstmassnahme bei Beobachtungen.
Einen Blähbauch äussert sich durch einen mit Luft bzw. durch Gärgase gefüllten Bauch. Bei dem häufig gluckernde Verdauungsgeräusche hörbar sind. Die erste Massnahme bei einem Blähbauch ist grundsätzlich jegliches Frisch- und Kraftfutter zu entfernen. Der Patient wird auf eine Heu-/Wasser-Diät gesetzt. Zu Beobachten ist, ob das Meerschweinchen weiter Heu aufnimmt und ob es auch trinkt. Umso dünner der Kot ist, desto mehr Flüssigkeit muss dem Meerschweinchen zugeführt werden. Grundsätzlich gilt: gehen Sie bei Verdauungsstörungen der Meerschweinchen zum Tierarzt! Je dünner die Ausscheidungen sind, desto schneller muss der Tierarztbesuch erfolgen.
Kokzidien Tritt Durchfall auf, der auch nach Durchfallbehandlung nicht in den Griff bekommen ist, so ist das Meerschweinchen möglicherweise mit Kokzidien befallen. Kokzidien sind im Kot des Meerschweinchen festzustellen. Man kann nie genau sagen, woher Kokzidien kommen; sie können z.B. im Grünfutter sein, sogar im Ökogemüse. Die Symptome zeigen sich nicht bei jedem Meerschweinchen und es kann bis zu einem Jahr dauern, bis man überhaupt eine Infektion merkt. Es ist empfohlen, den Kot des Meerschweinchens in regelmässigen Abständen untersuchen zu lassen. Es gibt bewährte Anwendungen gegen Kokzidiose. Ihr Tierarzt kann Ihnen die Besten Informationen darüber bieten. Während der Behandlung ist auch zu beachten, dass in dieser Zeit jeden Tag nicht nur die Ställe ( Käfige ), sondern auch alle Häuschen, Käfiginterieur u.s.w. mit heissem Wasser zu reinigen und gründlich zu desinfizieren sind. Auch nach Abschluss der Behandlung wird dieser tägliche Saubermachen noch eine Woche lang durchgeführt. Danach wird der frische Kot erneut untersucht, um zu erfahren, ob die Behandlung angeschlagen hat.
Verstopfung Treten bei Meerschweinchen nicht sehr häufig auf. Es sind allerdings ältere Böcke davon betroffen. Sie neigen zu einer Anschoppung in der Perinealtasche. Die angefüllte Perinealtasche drückt auf den Darmausgang, so das der Kot nicht mehr ausgeschieden werden kann. Es entsteht eine schwerwiegende, schmerzhafte Verstopfung. Als Erstbehandlung prüft man bei Böcken die Penerinaltaschen und säubert diese gegebenenfalls. Die Symtome wie gestörte Futteraufnahme und Teilnahmelosigkeit äussert sich Verstopfung dadurch, dass die Meerschweinchen keinen oder kaum Kot absetzten. Wenn noch "Böhnchen" abgesetzt werden, so sind diese trocken und fest und werden unter Mühe sowie oft auch mit Zeichen von Schmerzen (zähneknirschen, jammern) ausgepresst. Nicht selten sind die Meerschweinchen gleichzeitig aufgegast und zeigen einen prallen Bauch. Manchmal kann man auch durch die Bauchwand feste Kotansammlung im Darm ertasten. Da die ohnehin schwach entwickelte Darmbewegung leicht zum erliegen kommt, muss dringend der Tierarzt aufgesucht werden.
Blasenentzündung und-steine Stellt man als Meerschweinchenhalter eine Verfärbung des Urins eines Meerschweinchens fest, so muss dieses schnellstens dem Tierarzt vorgestellt werden. ACHTUNG! Sollten Sie ihrem Tier am Tag zuvor Randen oder Löwenzahn gefüttert haben, so ist eine Rotverfärbung vom Urin und Stuhlganges nicht besorgniserregend, sondern normal. Es gibt noch keine abschliessende Untersuchungsergebnisse, weshalb manche Meerschweinchen Harnsteine bekommen und andere nicht. Es wird vermutet, dass Steine in Beziehung zur Ernährung stehen. Blasensteine sind sehr schmerzhaft. Meerschweinchen bei denen einmal Blasensteine diagnostiziert wurden, sind anfällig dazu, weitere Steine zu bekommen.
Weitere Infos zu Abszesse und mehr ....... werden folgen!
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